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bildungsstreik ffm


Erstellt am 3 Juli, 2010 - von wonder

Neuerscheinung im Rahmen des Bildungsstreiks Frankfurt: Hochschule im Neoliberalismus

Allgemein Basistext Bildungsbegriff Entdemokratisierung Exzellenz und Elite Featured Hochschule Zustände in Hessen/FFM

Die Arbeits- und Projektgruppe Hochschule im Neoliberalismus stellt ihre erste Veröffentlichung in Form eines knapp 100 Seiten starken Readers vor.

Erstellt am 24 Juni, 2010 - von akinfo

FAZ: 106 Besetzer angezeigt / Präsidum beim Lügen ertappt! Universität lässt 70 Strafanzeigen fallen

Allgemein Pressemitteilungen

Die Universität hat 70 Strafanträge zurückgezogen, die sie im Dezember gegen Teilnehmer der Besetzung des Westend-Casinos gestellt hatte. Wie Universitätspräsident Werner Müller-Esterl sagte, haben diese Personen – darunter zwei Mitarbeiter der Hochschule – wie gefordert bekundet, dass Gewalt für sie kein Mittel der Auseinandersetzung sei. Die übrigen 106 Angezeigten, die von der Polizei aus dem Gebäude geholt worden waren, müssen jetzt mit Strafverfahren rechnen, wie der Präsident deutlich machte: Die Frist zur Abgabe der Gewaltverzichts-Erklärung sei abgelaufen.

Sofern die Beschuldigten nicht widersprechen, könnten sie per Strafbefehl wegen Hausfriedensbruchs zu Geldstrafen in Höhe von einigen hundert Euro verurteilt werden. Einen Eintrag ins Führungszeugnis gibt es in der Regel bei Geldstrafen von mehr als 90 Tagessätzen. Dass die Besetzung des Uni-Gebäudes so hart geahndet wird, ist allerdings wenig wahrscheinlich. zos.

Quelle: FAZ 27.05.2010

Erstellt am 3 Juli, 2010 - von wonder

Wiedererscheinung: Der Handzettel des AK Demosprüche als Open Source

Protest Randnotizen

Streitbar, frech, umhergeisternd, komplex und über- wie unterdeterminiert: Der AK Demosprüche in gespensterhafter Existenz (so sein voller, doch unausgesprochener Name) veröffentlicht hiermit seinen Open Source-Demosprüche Handzettel: einmal als direkt in Massen ausdruck- und verteilbares PDF und einmal als beliebig erweiter- und umbaubares RTF-Dokument. So gilt wieder die Selbstbeschreibung des AKs: “Es gibt keinen AK Demosprüche. Du bist AK Demosprüche!”

Erstellt am 2 Juli, 2010 - von wonder

Müller-Esels-Tanzlokal lädt ein: Soli-Party “THERE’S A WAY OUT” am 9. Juli 2010

Allgemein Aufruf Termine Vernetzungstreffen

Eine Party zur Unterstützung der von den Anzeigen Betroffenen findet am 9. Juli 2010 ab 22 Uhr im KOZ (Campus Bockenheim) statt. Müller-Esels-Tanzlokal lädt alle Party People dazu ein, einen schnicken Soli-Party-Protest-Abend miteinander zu verbringen. Dance to enhance your free education!

flyer

flyer

Erstellt am 29 Juni, 2010 - von wonder

NWU: Programm der Workshopwoche auf dem IG Farben Campus vom 5. bis 9. Juli 2010 (Update: 2.7., 20 Uhr)

Allgemein Protest Termine Workshops

Du bist Goethe-Uni!?
Warme Sommernächte, summende Vuvuzelas, schwarz-rot-goldene Farbenpracht, die Nation fiebert gespannt mit unseren Jungs in (((Süd-)))Afrika. Hin und wieder blickt der fiebernde Fan pflichtbewusst vom aufpolierten Rasen in die Townships, sich des (((süd-)))afrikanischen WM-Wirtschaftswunders vergewissernd. Wenn das Runde ins Eckige muss, scheinen alle Widersprüche versöhnt. So auch an der Uni. Die Proteste wirken schläfrig und überhaupt: warum immer alles zwanghaft kritisieren, wo die Stiftungsuni doch alles mögliche tut, um Bedürfnisse zu befriedigen und uns nicht zu überfordern. Zuerst schenkte sie uns die Bolognawerkstätten, wahrlich exzellente Lehr- und Studienbedingungen, konnte beim Hochschulpakt 2Mio mehr auf Kosten der anderen Hochschulen rausschlagen und nun zeigt sie auch noch Verständnis für unsere außeruniversitären Interessen: ob beim Essen im Uni-Biergarten, im Faschismus-Seminar nebenan oder während der Germanistikklausur, wir dürfen via Mega-Lautsprecher trotzdem an der Welt draußen teilhaben. „Wie verarbeitet Büchner in seinem „Woyzek“ den deutschen Vormärz? Skizzieren Sie, welchen Stellenwert…“ – „TOOOOOOOR, Toooooor in der einundachtzigsten Spielminute, Müller am Ball, ToooOOOOR für Deutschland!“
In Zeiten der Vereinzelung und angesichts der Erosion traditioneller Beziehungsgeflechte bietet die Alma Mater ihren Studierenden und Beschäftigten Halt: Beim Public Viewing mitten auf dem IG-Farben-Campus und dem Campus Riedberg finden diejenigen Zuflucht, die in ihren Lernpausen soziale Nähe suchen und sich nach einem „ekstatischen, gar transzendenten Aufgehen in der Masse“ sehnen (vgl. Pressemitteilung der Uni am 9.6.10).

Zeit, Raum, Bildung und Bewegung
Dabei sah es noch vor wenigen Monaten ganz anders aus, von euphorisierter Masse keine Spur: Im Dezember wurde nach einer uniweiten Vollversammlung unter dem Motto „Bildung braucht Zeit und Raum“ das Casino besetzt. Infolge der Besetzung war wochenlang Polizei auf und um den Campus stationiert, die Stimmung zwischen Unileitung und den protestierenden Studierenden und Lehrenden erreichte nach der polizeilichen Räumung des Casinos einen neuen Tiefpunkt. Unter Zuspruch des Hochschulrats zeigte Unipräsident Müller-Esterl die Besetzer*innen wegen Hausfriedensbruchs an. Den Protest der Studierenden, Lehrenden, des Senats und einer über die Universität hinausreichenden Öffentlichkeit ignorierend erhielt die Unileitung die Anzeigen gegen 106 Personen aufrecht, die Staatsanwaltschaft ermittelt nun.

Seitdem haben die Proteste abgenommen, die Situation an den Hochschulen und darüber hinaus hat sich jedoch noch weiter verschlechtert. Die Fußballweltmeisterschaft tut ihr übriges dazu, vergessen zu machen, dass es ein auf Standortlogik, Konkurrenz und sozialem Ausschluss basierendes (Bildungs-)System als Ganzes zu kritisieren gilt. Von einer „offenen Hochschule ohne Zäune, Gebühren, Rassismus, Sexismus und Leistungsdruck“ oder dem „freien Zugang zu Hochschulbildung für alle“ (LINK: Resolution der VV vom 30.11.) sind wir so weit entfernt wie eh und je.

Um zu diskutieren, wie es weitergehen soll, findet in der Woche vom 5.-9. Juli 2010 daher auf der Wiese hinter dem IG-Farben-Gebäude ein kleines Camp statt, mit Workshops, Lesekreisen, Snacks und einem Fußballturnier gegen Nationalismus, Rassismus, Sexismus und Homophobie. Wir nehmen uns Zeit und Raum – für freie Bildung und Bewegung!

Dem Konzept einer nach Außen hin abgeriegelten Prestige-Uni, die an der Heranbildung ihrer „Eliten“ für den Wissensstandort Deutschland bastelt und deren Verhältnisse sich immer zutreffender als autoritär, verschult und verwertungsorientiert beschreiben lassen, wollen wir in der Woche vom 5. bis zum 9. Juli ein eigenes Verständnis entgegensetzen.

In diesem Zeitraum wird auf den Wiesen des IG Farben Campus eine Workshop- und Veranstaltungsreihe stattfinden, die neben der inhaltlichen Kritik bestehender Zustände auch eine eigene Praxis und eine formale Kritik ausdrücken soll.

In ergebnisoffenen Diskussionen soll gemeinsam diskutiert und ggf. Zukunftsperspektiven entwickelt werden. An zwei Abenden wird es ein openair-Kino geben und am Mittwoch ein Fußballtunier gegen
nationalistische, rassistische, sexistische oder homophobe Tendenzen.

Weitere Workshop- und Vorschläge sowie die Anmeldung zum Fußballtunier (die auch spontan geschehen kann) an:

akinfo.bsffm[ätt]googlemail.com

Ort: Ort des Protestcamps in der Workshopwoche: auf der Wiese hinter dem IG-Farben-Gebäude
Anmeldung von Workshops: akinfo.bsffm[ätt]googlemail.com
Änderungen und Aktualisierungen auf: bildungsstreik-ffm.de

Programm:

5.7.2010, Montag:

16.00-18.00 Kreativer Protest in camouflage. Kommunikationsguerilla
20.00 Readerpräsentation: Hochschule im Neoliberalismus (im KoZ!)
Den dazugehörigen Reader “Hochschule im Neoliberalismus” gibts hier zum Download. Siehe auch diesen Beitrag.

6.7.2010, Dienstag:

12.00 Uhr Andreas Becker: Videoschnipselvortrag “Der Zirkel der Zirkulation. Dynamiken des Kapitals und der Medien”
14.00-16.00 Uhr Hochschulpakt und Widerstand
16.00-18.00 Uhr Kritik am Humboldtschen Bildungsideal
18.00-20.00 Uhr Utopie der freien Bildung
ab 22.00 Uhr openair Kino:
22.00 Uhr FILM „die uni gehört allen“ 20 min doku
22.30 Uhr FILM „sita sings the blues“

7.7.2010, Mittwoch:

12.00 Fußballtunier gegen Nationalismus, Rassismus, Sexismus und
Homophobie
Alle, die Lust haben, mitzuspielen und das schon vorher wissen, melden sich bitte bei akinfo.bsffm[ätt]googlemail.com, Spontananmeldungen sind aber auch noch möglich. Queere oder sonst zum Thema passende Outfits sind erwünscht, Nationalsymbole bitte zu Hause lassen!

14.00-16.00 Bedingungsloses Grundeinkommen
16.00 Grill ‘n Chill

8.7.2010, Donnerstag:

14.00-16.00 Uhr Militarisierung der Schulen und Hochschulen:
Mehr als 25 deutsche Hochschulen, darunter die Uni Frankfurt, forschen für den Krieg. Gleichzeitig zieht das deutsche Militär in die Schulen ein. Mit einem neuen Kooperationsvertrag zwischen Bundeswehr und Hessischem Kultusministerium sollen verstärkt Jugendoffiziere in den Unterricht eingebunden werden und Einfluss auf die Aus- und Fortbildung der LehrerInnen bekommen. Im Rahmen des Workshops soll zunächst eine Bestandsaufnahme versucht werden, um darauf aufbauend Handlungsmöglichkeiten und Gegenstrategien an den Schulen und Universitäten zu diskutieren.

16.00-18.00 Uhr jüngste Protestbewegung im Iran; findet statt im Seminarraum 6.615 (nähere Infos)
18.00-20.00 Uhr Lesekreis I: Pierre Bourdieu: Die konservative Schule (gibts hier als PDF)
18.00-20.00 Uhr Lesekreis und Workshop II: Positive und negative Beispiele der Heteronormativität in der Kinderliteratur
22.00 Film: “no one knows about persian cats” (nähere Infos)

9.7.2010, Freitag:

14.00 Uhr Werner Hamacher: Diskussion über den Hamacher-Text “Freistätte” (erschienen in der Reihe “Unbedingte Universitäten” – hier eine Rezension der Reihe)
ab 22.00 Uhr: Am Abend Party “THERE’S A WAY OUT” im KoZ zur Unterstützung der von den Anzeigen Betroffenen.

Erstellt am 26 Juni, 2010 - von wonder

Diskussionsveranstaltung: Stoppt Kriegsforschung und Militär an den Hoch-/Schulen!

Allgemein Hochschule Schule Termine

Termin:

Bundeswehr raus aus den Hoch-/Schulen – Eine Diskussionsveranstaltung

Mittwoch, 30. Juni 2010, 19:00 Uhr
Café KoZ, Studierendenhaus, Campus Bockenheim
Mertonstraße 26-28, Frankfurt am Main

* An welchen Hochschulen wird Kriegsforschung betrieben? Was passiert an der Uni Frankfurt?
* Welche Formen von Kriegsforschung gibt es? Welche Rolle spielen die Naturwissenschaften? Welche die Sozialwissenschaften?
* Was bedeutet Sicherheitsforschung? Wessen Sicherheit erforscht sie?
* Wie kann gegen Kriegsforschung Widerstand geleistet werden?
* Was ist eine Zivilklausel? Braucht die Uni Frankfurt eine Zivilklausel?
* Was suchen Jugendoffiziere an den Schulen? Welchen Einfluss haben sie?
* Was kann dem entgegengesetzt werden?
* Warum werden jetzt Kooperationsverträge zwischen Bundeswehr und Kultusministerien geschlossen? Was wird in Hessen vorbereitet?
* Was bedeutet dies für die SchülerInnen? Und für die LehrerInnen?
* Ist dies mit dem Bildungsauftrag der Schulen vereinbar?

Diese und andere Fragen wollen wir diskutieren mit:

Dr. phil. Peer Heinelt (Politologe, Publizist): Kriegsforschung und Militarisierung
der deutschen Hochschulen

Dr.-Ing. Dietrich Schulze (ehem. Betriebsratsvorsitzender Forschungszentrum
Karlsruhe): Widerstand gegen Kriegsforschung und Kampf für eine Zivilklausel

Karola Stötzel (stellv. Landesvorsitzende GEW-Hessen): Bundeswehr an den
Schulen, Jugendoffiziere und Kooperationsverträge

Wer die Veranstaltung unterstützen möchte,
meldet sich bitte bei ciao.bundeswehr@yahoo.de

Veranstaltet von: GEW Studierendengruppe Frankfurt

Veranstaltungstext:


„Die Goethe-Universität Frankfurt führt wehr- und sicherheitstechnische Forschungen durch”, berichtet die Hessische Landesregierung. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt wird an mehr als zwei Dutzend deutschen Hochschulen Forschung für den Krieg betrieben. Gleichzeitig hält das deutsche Militär Einzug in die Klassenzimmer und Schulhöfe.
(weiterlesen…)

Erstellt am 26 Juni, 2010 - von wonder

28. & 30.06.2010: Workshops der Unabhängigen Projektgruppe zum Reader *Hochschule im Neoliberalismus- zur Kritik der Lehre und des Studiums aus Sicht Frankfurter Studierender und Lehrender*

Allgemein Protest Termine Workshops

Zu den Workshops im Rahmen der AlternativVeranstaltungen an der FH Frankfurt als Gegenprogramm zum universitären Alltag am 28.-und 30.06.2010, Start jeweils um 18 Uhr im Protestzelt vor dem rotem Haus (Geb.5), Campus FH, Nibelungenplatz

Unabhängige Projektgruppe zum Reader “Hochschule im Neoliberalismus – zur Kritik der Lehre und des Studiums aus Sicht Frankfurter Studierender und Lehrender”.

[Die Reader liegen in den selbstverwalteten Cafés und den jeweiligen politischen Projekten rund um die Unis und darüber hinaus aus].

ZUR ARBEITSGRUPPE:
Aus dem Bildungsstreik an der Universität Frankfurt ist im letzten Herbst eine Arbeitsgruppe entstanden, die sich mit den aktuellen Bedingungen von Lehre und Studium auseinandergesetzt hat. Der entsprechende ursprüngliche Workshop hieß “Kritik der Lehre und der Forschung aus der Sicht von Lehrenden”, wobei schnell eine Öffnung für Studierende stattfand. In dieser Arbeitsgruppe sind in den letzten Monaten eine Reihe von Texten entstanden, die sich mit der aktuellen bildungspolitischen Situation an Hochschulen auseinandersetzen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf die Universität Frankfurt gelegt wurde. Es konnten auch Texte Dritter gewonnen werden. Die beteiligten Personen sind Mitglieder des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften, tlw. auch des Fachbereichs Erziehungswissenschaften der Universität Frankfurt. Studierende wie Lehrende sind in den Texten etwa anteilig vertreten.

(weiterlesen…)

Erstellt am 26 Juni, 2010 - von wonder

Protest-Zeltprogramm der FH FFM vom 21.-01.07.2010

Allgemein Protest Termine Workshops

Auch die Kolleg_innen des Protestplenums der Fachhochschule Frankfurt veranstalten zur Zeit ein Protestcamp und laden alle herzlich zur vielfältigen Teilnahme und Unterstützung ein. An dieser Stelle erfolgt der solidarische Hinweis auf das Veranstaltungsprogramm.

Zeltprogramm der Fachhochschule Frankfurt vom 21.-01.07.2010: AlternativVeranstaltungen als Gegenprogramm zum universitären Alltag

Montag, 21.06.2010, 20 Uhr: Naziaufmärsche und die radikale Linke- Selbstverständnis und Perspektiven mit Antifaschist_innen aus dem Buendnis gegen Rechts und das Protestplenum FH

Mittwoch, 23.06.2010, 22 Uhr: Café Kurzschlusz Fußballspiel, Campus FH/Protestzelt: IvI_Kiosk

Mittwoch, 23.06.2010, 19.30 Uhr: Campus FH/Protestzelt: Vegane Kantine erwünscht

Donnerstag, 24.06.2010, 12.30 Uhr, 18 Uhr Protestplenum: Campus FH/Protestzelt: Vegane Gegenmensa, Protestplenum

Donnerstag, den 24.06.2010, 18- 20 Uhr: Campus FH/Protestzelt: Input&Diskussion: Bildungsstreik, Student_innen Bewegung APO 1968 mit Volkhard Mosler

Montag, 28.06.2010, 18- 20 Uhr: Campus FH/Protestzelt: Hochschule im Neoliberalismus, Kritik der Lehre und des Studiums aus Sicht Frankfurter Studierender und Lehrender (Hg.)Christoph Bauer, Oliver Brüchert, Simon Burkhardt, Corina Färber, Juliane Hammermeister, Emanuel Kapfinger, Thomas Sablowski, Nils Schlesinger

Mittwoch, 30.06.2010, 18-20 Uhr: Campus FH Frankfurt/Protestzelt: Hochschule im Neoliberalismus, Kritik der Lehre und des Studiums aus Sicht Frankfurter Studierender und Lehrender (Hg.) Christoph Bauer, Oliver Brüchert, Simon Burkhardt, Corina Färber, Juliane Hammermeister, Emanuel Kapfinger, Thomas Sablowski, Nils Schlesinger

Mittwoch, 30.06.2010, 19.30 Uhr, Campus FH Frankfurt/Protestzelt: Vegane Kantine erwünscht

FÄLLT AUS: Mittwoch, 30.06.2010, 21 Uhr, 22 Uhr Uhr, Campus FH Frankfurt/Protestzelt: Ausstellung&Kiosk

Donnerstag, 01.07.2010, 12.30 Uhr, 18 Uhr Protestplenum; Campus FH/Protestzelt: Vegane Gegenmensa, Protestplenum FH

Wer Lust/Zeit und Laune hat kritische/revolutionäre Ideen, Workshops verwirklichen möchte, kann Mensch sich gerne einbringen, die Infra-Strukur ist vorhanden:

E-Mail an: protestplenum_fh_ffm[ätt]riseup.net

oder einfach auf dem Campus der FH vorbeischauen… . Das Programm findet sich auch stets aktuell auf der Seite der FH Frankfurt.

Erstellt am 23 Juni, 2010 - von akinfo

Betroffenenplenum am 1. Juli

Allgemein Entdemokratisierung Hochschule Termine Zustände in Hessen/FFM

Die Universitätsleitung statuiert ein Exempel: 106 Personen haben sich nach der gewaltsamen Räumung des Casinos gegen die Nötigungen des Präsidiums gewehrt – ihnen droht nun definitiv eine Anzeige.

Gegen den Willen der Studierenden, Lehrenden, des Senats und einer über die Universität hinausreichenden Öffentlichkeit, wird mit dem Einschalten der Staatsanwaltschaft in letzter Instanz studentischer Protest kriminalisiert. Dadurch sollen kritische Stimmen in und an der Hochschule von vorne herein eingeschüchtert werden.

Wenn der Senat als formale Interessenvertretung der universitären Statusgruppen das Präsidium auffordert die Strafanzeigen bedingungslos zurückzuziehen, dieses sich aber über den demokratischen Beschluss hinwegsetzt, stellt sich die Frage, welche Interessen die Universitätsleitung eigentlich leiten. Bestätigung für ihr hartes Durchgreifen erhielten Mueller-Esterl und Co vor allem von Stiftern und Stifterinnen und aus den Reihen des Hochschulrates.

Das Hessische Hochschulgesetz und das Stiftungsmodell stehen für eine Entdemokratisierung der Hochschulstrukturen und ermöglichen die Kontrolle über unliebsame Subjekte an der Universität. Die Anzeigen stellen nur ein weiteres Mittel von Repression an der Hochschule dar und lassen sich im Zusammenhang mit Mechanismen wie zum Beispiel Anwesenheitslisten, Beschneidung studentischer Kultur, Kameraüberwachung und privaten Sicherheitsdiensten am Campus verstehen.

Ziviler Ungehorsam bleibt die notwendige Antwort, um den Machenschaften der bildungspolitischen Elite entgegenzutreten.

Hierzu wird es ein Treffen am Do den 01. Juli um 18:00 Uhr im KOZ (Studierendenhaus Bockenheim) geben.

Erstellt am 10 Juni, 2010 - von wonder

PM: Zur Demonstration „Freie Bildung für ein freies Leben“

Allgemein Pressemitteilungen

Pressemitteilung des Protestplenums am 9.6.2010:

Heute demonstrierten in Frankfurt ca. 1000 Personen für die Demokratisierung und gegen die Militarisierung von Bildungseinrichtungen. Sie erteilten eine Absage an die massiven Einsparungen im Bildungs- und Sozialwesen zur Rettung des krisengeschüttelten Kapitalimus. Unter dem Motto „Freie Bildung für ein freies Leben“ rief ein breites Bündnis aus Schüler*innen, Azubis und Studierenden zur Teilnahme auf. Sogar Grundschüler*innen auf einem Schulausflug solidarisierten sich mit der Demonstration.

Den Passanten*innen bot sich das Bild einer bunten, offenen und lauten Demonstration: antikapitalistische Sprechchöre wechselten sich mit Rufen des Widerstands gegen ein miserables Bildungssystem ab. Die Demonstrationsteilnehmer*innen, darunter Schüler*innen, Azubis und Studierende, zeigten ein breites Bewusstsein dafür, dass die gegenwärtigen schlechten Lehr- und Lernbedingungen logische Konsequenz des herrschenden Systems sind. Die „Selbstheilungskräfte“ des Kapitalismus seien noch nie mehr als Ideologie gewesen, so hörte man in einigen Redebeiträgen. Spätestens nach der ungeheuerlichen Forderung eines „Solidarbeitrag in der Krise“ von ohnehin schon unterfinanzierten Bildungs- und Sozialeinrichtungen müsse jedem klar sein, zulasten welcher gesellschaftlichen Gruppen hier gewirtschaftet werde.

Des weiteren wurde über die Militarisierung der Schulen und Hochschulen aufgeklärt. Die Bundeswehr sendet Jungoffiziere zu Werbezwecken an Schulen und Hochschulen. Auch an der Universität Frankfurt wird verdeckte Rüstungsforschung betrieben. „Das marode, Bildungssystem bietet den Lernenden nicht erst seit den massiven Kürzungen keine vernünftige Lebensperspektive. Statt dessen tüfteln Bundeswehr und Landesregierung gemeinsam daran, an Universitäten und Schulen für Krieg und Kriegsforschung zu rekrutieren. Dies ist eine weitere Spitze des täglichen Zynismus in unserer Bildungspolitik“, so Sarah Celik, Sprecherin des Protestplenums.

Großes Engagement, ganz ohne Belohnung durch Noten, Geld oder Creditpoints, zeigten Schüler_innen und Auszubildende beim Mobilisieren an den Schulen. Dabei kam es zu einem unerfreulichen Zwischenfall. Nachdem Zivilbeamte der Polizei schon durch repressive Personenkontrollen auf sich aufmerksam gemacht hatten, wurden an der Musterschule unter Protest Kameras zur Beobachtung der Demo eingesetzt: Einige Demonstrationseilnehmer*innen hatten zuvor begonnen, in der Schule Informationsmaterial zu verteilen. Die Rektorin machte daraufhin Gebrauch von ihrem Hausrecht und drohte mit Anzeigen wegen Hausfriedensbruches. „Es ist schade, dass die Autoritäten in den Bildungseinrichtungen meist mit Repression und Strafe drohen, statt die Protestierenden zu unterstützen.“

Als der Demonstrationszug am IG-Farben-Campus vorbeilief, wurde an die Casinobesetzung des letzten Winters erinnert. Die Demonstrierenden bekundeten lautstark ihre Solidarität mit den 106 aus dem Casino geräumten Personen gegen die nun Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet wurde. „Es ist wichtig, dass wir weiterhin solidarisch miteinander und mit anderen sozialen Kämpfen sind. Die heutige Demonstration zeigt, dass es möglich ist, ein breites Bündnis aufzustellen und mit unterschiedlichen Perspektiven für ein gemeinsames Ziel zu kämpfen,“ so Markus Niemeier, Sprecher des Protestplenums.

Äußerst erfreut zeigte er sich über eine Gruppe von Grundschüler*innen , die sich mit großem Interesse über das Infomaterial zu den Protesten hermachten: „Schön, dass unser Protest auch für die jüngste Generation sichtbar wurde, vielleicht protestieren wir ja schon bald gemeinsam.“

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Protest Randnotizen

Wiedererscheinung: Der Handzettel des AK Demosprüche als Open Source

Streitbar, frech, umhergeisternd, komplex und über- wie unterdeterminiert: Der AK Demosprüche in gespensterhafter Existenz (so sein voller, doch unausgesprochener Name) veröffentlicht hiermit seinen Open Source-Demosprüche Handzettel: einmal als direkt in Massen ausdruck- und verteilbares PDF und einmal als beliebig erweiter- und umbaubares RTF-Dokument. So gilt wieder die Selbstbeschreibung des AKs: “Es gibt keinen AK Demosprüche. Du bist AK Demosprüche!”

Dokumentation Randnotizen

Weltweite Bildungsproteste 2009: Ein Rückblick mit Überblick

Schon mitbekommen? Im Weltmaßstab betrachtet fanden 2009 eigentlich bald jede Woche Bildungsproteste statt. Das ist zumindest das potenzielle Ergebnis des Netzwerkes Emancipating Education For All, welches sich versuchsweise einen Überblick verschafft hat. Diesen gibt es auch als PDF-Datei zum herunterladen.

Interviews Randnotizen

»Jusos haben Bildungsprotest verraten«: Aufschlussreiches Interview mit Michael Grundmann

Ein (schon ein paar Tage altes) Interview mit Michael Grundmann in der Jungen Welt zu den Ereignissen rund um den neuen ASTA kann hier nachgelesen werden.

Randnotizen

Grüne Hochschulgruppe äußert sich zu neuem ASTA

Die grüne Hochschulgruppe FFM hat eine PM zu den Vorfällen betreffend der neuen ASTA-Koalition herausgegeben. Lesenswert.

Randnotizen

Relaunch der Internetseite

Die Internetseite des Bildungsstreiks Frankfurt wird dieser Tage grundlegend überarbeitet. Es lohnt sich also ab sofort einen genaueren Blick auf sie zu werfen. Für eventuelle Konfusionen, die vorübergehend auftreten können, bitten wir um ein wenig Nachsicht.

Archiv
  • Aktuelles zum BILDUNGSSTREIK 2010

    - 4. September 2010: Dortmund stellt sich quer! gegen Nazis: http://dortmundquer.blogsport.de/

    - 18. September 2010: Anti-Atom-Regierungsumzingelung in Berlin (siehe hier)

    - 29. September: Generalstreik in Spanien und Griechenland + Aktionstag des europäischen Sozialforums + Zentraler Streiktag des Europäischen Gewerkschaftsbundes: Frankfurter Soli-Demo mit den weltweit antikapitalistischen Protesten an diesem Tag, 12 Uhr, Treffpunkt Campus Bockenheim!

    - 6. Oktober: Anti-Atom-Umzingelung des Landtags in Stuttgart.

    - 18. Oktober 2010: Antikapitalistische Büchner-Blockade der Finanzinstitutionen in Frankfurt mit Bildungsstreikblock (siehe: http://www.georg-buechner.org/)

    - 15. bis 21. November: (Bundesweite) Bildungsprotest-Aktionswoche im Rahmen der Global Wave of Action for Education (die am 7. Oktober in den USA beginnt)

    - 17. November 2010: Weltweiter (De)Zentraler Aktionstag im Rahmen der Global Wave Of Action for Education - auch in Hessen! Auch in Frankfurt!

    - 31. Dezember 2010: Weltrevolution

    - Semesterferienlektüre: Hochschule im Neoliberalismus

    flyer

    flyer

  • AG Hochschule im Neoliberalismus

    Die Arbeits- und Projektgruppe Hochschule im Neoliberalismus stellt sich und ihre erste Veröffentlichung vor.

    NEU: Der gleichnamige Reader der Veranstaltung "Hochschule im Neoliberalismus" (2,9 MB) ist ab sofort online verfügbar.

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    • nächstes Plenum 16. August, 18 Uhr - Studihaus 1 month ago
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    Die Radiosendung: "Protest Protest", gesendet auf RadioX am 20.01.2010 von 14.00h - 16.00h Uhr, findet ihr als MP3-Datei hier(1. Stunde) und hier(2.Stunde). Die Dateien sind jeweils ca. 85MB groß!

    Die Radiosendung: "hahaha_protest", gesendet auf RadioX am 17.02.2010 von 14.00h - 16.00h Uhr, findet ihr als MP3-Datei hier(1. Stunde) und hier(2.Stunde). Die Dateien sind jeweils ca. 85MB groß!

    Protestzeitung (Januar 2010)

    NEU: Der gleichnamige Reader der Veranstaltung "Hochschule im Neoliberalismus" (2,9 MB) ist ab sofort online verfügbar.

    NEU: Handzettel des AK Demosprüche: als Print-Version und als Spiel-Version.

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    Der AK Grundsatzprogramm stellt hier das aktuelle Diskussionspapier zum Grundsatzpapier zur Verfügung.

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    • Aktionsbündnis gegen Studiengebühren
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    • bologna fuckin' up group – bologna keeps on burning in madrid
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    • Diskus – Student_innenzeitschrift FFM
    • Diskussionsforum des Frankfurter Bildungsstreik
    • emancipating-education-for-all.org
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    • Exzess Frankfurt
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    • Fachschaft 04 Erziehungswissenschaften FFM
    • Fachschaft 10 TFM FFM
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    • IBS – Interessengemeinschaft behinderter Studierender Frankfurt
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    • Initiative Vegane Mensa
    • IVI – Institut für Irrelevanz
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    • KriSU – Kritische und Solidarische Universität
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    • MASSENUNI
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    wir freuen uns über Solierklärungen. Schickt diese bitte an:

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